ZERTIFIZIERUNG
Eine einzelne Fortbildung kann neue Impulse geben. Wirkliche fachliche Sicherheit entsteht für mich jedoch dann, wenn Wissen über einen längeren Zeitraum vertieft, in der Praxis erprobt und immer wieder kritisch reflektiert wird.
Aus diesem Gedanken heraus entsteht derzeit die Zertifizierung M.U.N.D.T.
Gemeinsam mit Semifobi Rheine plane ich ein modulares Konzept, das Logopädinnen und Logopäden die Möglichkeit geben soll, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit orofazialen Dysfunktionen auseinanderzusetzen. Alle Module sollen innerhalb eines machbaren Zeitraums absolviert werden. Den Abschluss bilden ein Kolloquium und eine Prüfung.
Inhaltlich bin ich für die Entwicklung und fachliche Ausrichtung der Zertifizierung federführend verantwortlich. Mir ist dabei besonders wichtig, dass es nicht allein um das Sammeln von Wissen geht. Theorie ist unverzichtbar – aber sie muss sich in der therapeutischen Praxis bewähren.
Genau hier liegt für mich auch das besondere Merkmal dieser Zertifizierung: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer als ein Modul ein persönliches 1:1-Coaching.
In diesem Coaching arbeiten wir mit echten Patientenfällen aus der eigenen Praxis. Wir betrachten therapeutische Prozesse kritisch, hinterfragen Entscheidungen und richten den Blick auch auf die eigene Rolle als Therapeutin oder Therapeut. Was trägt tatsächlich zur Zielerreichung bei? Wo entstehen möglicherweise Hindernisse? Und welche Bedeutung hat das eigene therapeutische Handeln für den Verlauf einer Behandlung?
Dieses persönliche Format ist für mich ein wesentlicher Bestandteil der Zertifizierung. Denn fachliche Entwicklung bedeutet nicht nur, Neues zu lernen. Sie bedeutet auch, das eigene Handeln kritisch reflektieren und adaptieren zu können.
Die Zertifizierung M.U.N.D.T. befindet sich derzeit noch in der Planungsphase. Die Idee dahinter ist für mich jedoch bereits sehr klar: eine fundierte, intensive Qualifizierung, die Wissen, Praxis und persönliche Reflexion miteinander verbindet.