Projekt Symposium

OFD SYMPOSIUM

Orofaziale Dysfunktionen sind komplex. Umso wichtiger ist es für mich, dass wir sie nicht ausschließlich aus der Perspektive einer einzelnen Berufsgruppe oder eines einzelnen fachspezifischen Konzepts heraus betrachten.
Aus diesem Gedanken ist gemeinsam mit Gerlanda Schuite das OFD Symposium 2024 entstanden.
Wir wollten einen Ort schaffen, an dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Einen Ort für fachlichen Austausch, kritische Diskussionen und neue Impulse.
Denn ich bin überzeugt: Entwicklung lebt vom gemeinsamen Diskurs.
Gerade im Bereich der orofazialen Dysfunktionen begegnen wir täglich Fragen, auf die es nicht immer nur eine eindeutige Antwort gibt. Wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Erfahrungen und unterschiedliche fachliche Blickwinkel können sich ergänzen – manchmal aber auch zu neuen Fragen führen. Für mich ist genau das kein Problem, sondern ein wichtiger Teil fachlicher Entwicklung.
Mit dem OFD-Symposium bringen wir Menschen zusammen, die sich intensiv mit diesen Themen beschäftigen. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen, Forschung und Praxis, Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven.
Und dass das funktioniert, hat OFD1 auf beeindruckende Art bewiesen – ein Erfolg, den wir so nicht erwartet hatten. Das erste Symposium stellte die Zunge in den Mittelpunkt. Mit OFD2 wird der Blick weitergeführt und erneut ein spezifisches Thema aus unterschiedlichen fachlichen Richtungen beleuchtet. OFD 2 richtet den Fokus diesmal auf Kauen und Kiefer. Ein gutes Thema, um zu zeigen wie interdependent Funktion und Struktur sind.
Meine Arbeit mit M.U.N.D.T. und AHMA hat mir immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, Funktionen im Kontext zu betrachten. Das gilt für die Therapie ebenso wie für unsere fachliche Entwicklung sowie für die Logopädie als Profession. Wir brauchen unterschiedliche Blickwinkel, um Zusammenhänge besser zu verstehen.
Das OFD Symposium ist deshalb für mich mehr als eine Fortbildungsveranstaltung. Es ist ein Raum für Begegnung, Diskussion und gemeinsames Weiterdenken.